Am Morgen vermissen wir fast ein wenig den Sturm. Übrigens ist unser Sturm nach hiesigen Verhältnissen nur Wind… Es regnet auch nicht mehr und wir frühstücken am Aufenthaltsraum. Beim Packen kommt sogar die Sonne durch und wir kriegen das Zelt trocken. Wenn Sonne, dann wird es aber gleich richtig warm – herrlich, Island wir kommen!
Start ist kurz nach 11 Uhr. Etwas spät, wir sind fast die Letzten. Wo alle sind, sehen wir am ersten Etappenziel: der Gletschersee Jökulsárlón. Alles voller Touristen! Ist aber auch beeindruckend, wie die weißen, blauen und vom Lavasand teilweise schwarzen Eisberge im graublauen Wasser liegen. Hier wurden auch Szenen gedreht für „007 – Stirb an einem anderen Tag“. Der See fließt ins Meer ab, wo an schwarzem Strand große Eisbrocken langsam in der Sonne schmelzen. Antje sieht sogar eine Robbe im Strom. Nach zwei Stunden fahren wir auf der Ringstraße weiter Richtung Westen. Immer wieder Gletscherzungen zwischen Felsmassiven. Mehrfach halten wir (wie die anderen Touristen, an deren Fülle wir uns erst mal gewöhnen müssen). Naturbeschreibungen fallen nicht in mein Ressort, aber die Landschaften zeigen sich abwechselnd von episch über gigantisch bis hin zu mystisch! Nur noch soviel: etliche Szenen für „Game of Thrones“ entstanden hier. Jedenfalls grandios und beeindruckend. Die Fotos kennt man, aber es ist vollkommen anders, sich darin zu bewegen! Wir haben weder fotografiert noch gefilmt…
Unser Ziel ist Vik, mit berühmten Vogelfelsen voller Papageientaucher und beeindruckendem schwarzen Strand. Wir sind spät dran, die Sonne geht schon unter. Die Vögel sind nicht so zahlreich und auf die Entfernung auch schlecht zu beobachten. Ein Fernglas wäre hervorragend… Wir checken um 23 Uhr auf dem gut gefüllten Campingplatz ein. Dieses Mal gehören wir zu den letzten Ankommenden. Es gibt Nudeln mit Bärlauchpesto, einen Schluck Martini für die Alten, eine kurze Runde Ballspiel um die Autofahrt abzuschütteln und Punkt 24 Uhr ist Nachtruhe im MSR-Zelt. Wird ja auch langsam dunkel.











